Acht Stationen quer durch Österreich, volle Räume, viele Fragen – und noch mehr „Aha“-Momente: Unsere Höher Roadshow 2026 unter dem Motto „Risiken intelligent steuern: Die Rolle von Financial Lines im modernen Versicherungsportfolio“ war sehr gut besucht und hat gezeigt, wie groß das Interesse an modernen Absicherungslösungen für reine Vermögensschäden ist. Von Vorarlberg bis Wien stand überall dieselbe Frage im Mittelpunkt: Welche Risiken sind heute wirklich existenzrelevant – und wie lassen sie sich sinnvoll absichern?
Warum Financial Lines für viele Unternehmen zum „Must-have“ werden
Klassische Versicherungen sind wichtig – keine Frage. Aber viele der heutigen Top-Risiken entstehen nicht durch Feuer, Leitungswasser oder einen Unfall, sondern durch rein finanzielle Schäden: Das kann ein teurer Beratungs- oder Bearbeitungsfehler sein, eine Pflichtverletzung in der Geschäftsführung, Betrug im Unternehmen oder ein Cybervorfall mit Betriebsstillstand und Folgekosten. Genau hier setzen Financial Lines an: Sie schließen die Lücke, die im Firmenversicherungsprogramm oft bleibt, wenn es um Management- und Vermögensrisiken geht – also um Risiken, bei denen „nichts kaputtgeht“, aber trotzdem sehr viel Geld verloren gehen kann.
Die Inhalte der Roadshow – kompakt, verständlich, praxisnah
Damit die Themen nicht theoretisch bleiben, haben wir viele Inhalte entlang typischer Praxis-Szenarien („Musterfälle“) erklärt – etwa aus der Welt von Rechts- und Steuerberatung sowie technologiegetriebenen Unternehmen. So konnten die Teilnehmer gut nachvollziehen, welche Absicherung zu welchem Risikoprofil passt und warum es bei Financial Lines oft auf Details in Tätigkeit, Prozessen und Vertragsgestaltung ankommt.
Musterfälle für besseres Praxisverständnis
Die LexConsult GmbH mit Sitz in Wien ist eine mittelgroße Rechtsanwaltsgesellschaft, die sich auf Wirtschaftsrecht spezialisiert hat. Das Team besteht aus 15 Juristen sowie 25 administrativen Mitarbeitenden. Die Kanzlei berät Unternehmen umfassend in den Bereichen Handelsrecht, Unternehmensgründung, Vertragsrecht, Unternehmenstransaktionen sowie im Marken- und Patentrecht. Darüber hinaus stellt LexConsult ihren Mandanten digitale Plattformen zur Übermittlung von Dokumenten zur Verfügung. Die Kanzlei ist auf den wichtigsten sozialen Netzwerken aktiv und genießt in der Branche einen hervorragenden Ruf. Jährlich gewinnt sie durch Ihren Marktauftritt rund 50 neue Mandanten, davon sind ca 10 Großmandate.
Die KI-Consulting GmbH & Co KG ist als spezialisierter Unternehmensberater und Softwareentwickler im Bereich künstliche Intelligenz (KI) für den B2B-Sektor tätig. Das Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeitende in Österreich, 40 in der deutschen Tochtergesellschaft, 25 in der polnischen Tochtergesellschaft sowie rund 30 freiberuflich tätige Programmierer aus dem EU-Raum. Die Kernkompetenz liegt in der strategischen Beratung sowie in der Entwicklung und Anpassung von KI-Lösungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Neben der Eigenentwicklung werden auch bestehende KI-Modelle weiterentwickelt und vertrieben.
Mag. Cordula Steuerfux ist als Einzelunternehmerin mit einem fünfköpfigen Team in der Steuerberatung tätig. Die Kanzlei ist auf Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sowie auf gemeinnützige Organisationen spezialisiert und bietet Leistungen in den Bereichen Steuerberatung, Buchhaltung, Wirtschaftsprüfung sowie Prospektprüfung im Zusammenhang mit dem Kapitalmarkt an. Zunehmend kommen auch digitale Buchhaltungslösungen und Online-Services zum Einsatz. Zudem wird eine Mandantenplattform (inkl Handy-App) zur Kommunikation genutzt. Die Kanzlei ist auch als Unternehmensberater aktiv.
Financial Lines Basics: Worum geht’s – und wofür braucht man das?
Zum Einstieg haben wir die Financial-Lines-Welt „entmystifiziert“ und klar abgegrenzt, worum es hier geht: Financial Lines sind typischerweise Sparten für betriebliche Vermögensschäden – also finanzielle Nachteile ohne vorausgehenden Personen- oder Sachschaden. Gleichzeitig haben wir aufgezeigt, warum die Beratung hier besonders wichtig ist: Nicht das Produkt steht am Anfang, sondern die Frage, welche Risiken ein Unternehmen tatsächlich hat und welche „blinden Flecken“ im bestehenden Versicherungsschutz entstehen können.
Berufshaftpflicht / Vermögensschadenhaftpflicht (PI/E&O): Wenn Fehler teuer werden
Ein Schwerpunkt war die Berufshaftpflicht bzw. Vermögensschadenhaftpflicht für Berater, Dienstleister und freie Berufe. Besprochen wurde in groben Zügen, was typischerweise versichert ist (zum Beispiel Vermögensschäden durch berufliche Fehler oder Verstöße), warum die Abgrenzung zu anderen Sparten so wichtig ist und wie man Deckungssumme und Deckungserweiterungen sinnvoll aus dem tatsächlichen Mandats- und Tätigkeitsrisiko ableitet – nicht nur aus der Unternehmensgröße. Gerade bei digitalen Arbeitsweisen (Mandantenportale, Apps, Plattformen) wurde außerdem deutlich, wie eng Berufshaftpflicht-Themen und Cyber-Aspekte heute zusammenspielen können.
D&O-Versicherung: Schutz für Entscheider – wenn’s persönlich wird
Besonders viel Resonanz gab es beim Thema D&O (Organhaftpflicht). Der Grund ist einfach und für viele überraschend: Geschäftsführung und leitende Organe können im Ernstfall persönlich mit ihrem Privatvermögen haften. Wir haben daher verständlich erläutert, welche typischen Vorwürfe in der Praxis auftreten können (z. B. Organisations-, Auswahl- oder Überwachungsfehler), warum bei D&O oft auch die Abwehr von Ansprüchen – also Rechtsverteidigungskosten – eine zentrale Rolle spielt und wieso das Prinzip „wann wird ein Anspruch erstmals geltend gemacht“ im Versicherungsschutz entscheidend sein kann.
Vertrauensschaden-Versicherung (Crime): Wenn Vertrauen missbraucht wird
„Bei uns passiert so etwas nicht“ – dieser Satz fällt oft, bis der Ernstfall eintritt. In diesem Vortrag ging es darum, dass Wirtschaftskriminalität sehr häufig aus dem Inneren eines Unternehmens heraus passiert oder von außen mit manipulativen Methoden angestoßen wird (Stichwort Social Engineering). Wir haben typische Angriffsmuster und Schadenbilder grob umrissen, die Bedeutung von Kontrollmechanismen und Prävention betont und erklärt, wie eine Vertrauensschaden-Versicherung dabei helfen kann, unmittelbare Vermögensverluste und bestimmte Kosten rund um Ermittlung und Rechtsverfolgung abzufedern.
In diesem Zusammenhang wurde auch unser E-Learning zur Vertrauensschaden-Versicherung vorgestellt. Dieses bietet einen guten Überblick über die Leistungen dieser in Österreich (noch relativ) unbekannten Versicherungslösung. Weiterführende Informationen dazu gibt es dazu hier.
KI im Vermittleralltag: effizienter arbeiten – ohne „Technikstress“
KI war eines der meistdiskutierten Themen der Roadshow. Im Mittelpunkt stand dabei nicht „Technologie um der Technologie willen“, sondern ganz konkrete Anwendung im Alltag: Wie kann KI bei der Risikoanalyse unterstützen, bei der Strukturierung von Kundengesprächen helfen oder den Vergleich von Bedingungen und Informationen beschleunigen? Ebenso wurde angesprochen, dass KI ein Werkzeug ist, das Menschen nicht ersetzt, aber Arbeitsabläufe deutlich effizienter machen kann – vor allem dann, wenn man es methodisch und mit klaren Fragestellungen einsetzt.
Auswahl des geeigneten Risikoträgers: Warum der Versicherer (und das Wording) zählt
Financial Lines sind selten „von der Stange“. Deshalb war auch die Auswahl des passenden Risikoträgers ein eigener Programmpunkt: Worauf sollte man achten, wenn es um Fachkompetenz, Stabilität/Rating, Vertragsgestaltung (Wordings) und verlässliche Schadenregulierung geht? Gerade in komplexen Sparten entscheidet in der Praxis oft nicht nur der Preis, sondern die Qualität der Bedingungen, die Erfahrung im Underwriting und das Zusammenspiel im Schadenfall.
Cyber-Security: Risiko verstehen – Maßnahmen setzen – Versicherung richtig dimensionieren
Cyber war (zurecht) ein Publikumsmagnet – weil es längst nicht nur Konzerne betrifft, sondern gerade KMU stark im Fokus stehen. Grob umrissen ging es um typische Schwachstellen, um die Frage „Wie erkennt und reduziert man Risiken?“ und darum, wie Präventionsmaßnahmen und Versicherungsschutz sinnvoll zusammen gedacht werden. Besonders relevant war dabei auch der Blick auf die zunehmenden regulatorischen Anforderungen (Stichwort NIS-2 bzw. NISG 2026) und die praktische Frage, wie Unternehmen ihre „Cyber-Fitness“ einschätzen und verbessern können.
Ausblick & Höher Akademie: Wissen, das in der Praxis schützt
Zum Abschluss haben wir einen Ausblick gegeben, welche Themen und Produktlösungen wir 2026 weiter ausbauen – insbesondere für rechts- und wirtschaftsberatende Berufe sowie mit Blick auf sinnvolle Deckungserweiterungen und ergänzende Bausteine in den Financial Lines. Gleichzeitig haben wir gezeigt, wie die Höher Akademie Weiterbildung so gestaltet, dass sie verständlich bleibt und unmittelbar im Berufsalltag nutzbar ist – als Präsenzformat oder flexibel via E-Learning.
Höher Wissen 2026 – E-Learning jederzeit topaktuell verfügbar
Wer in der Versicherungsvermittlung tätig ist, kennt die Herausforderung: Die jährliche Weiterbildung ist verpflichtend – aber im Alltag fehlt oft die Zeit, mühsam einzelne Kurse zusammenzusuchen. Genau dafür gibt es Höher Wissen 2026: ein strukturiertes Weiterbildungspaket, das mindestens 15 Stunden pro Jahr abdeckt und Ihnen die Organisation spürbar erleichtert. Sie wählen dabei flexibel aus Präsenzveranstaltungen, Webinaren und E‑Learning-Modulen jene Inhalte, die zu Ihrem Bedarf passen – und entscheiden selbst, wann und wo Sie lernen. Nach jeder erfolgreich absolvierten Einheit erhalten Sie zudem ein offizielles Teilnahmezertifikat, sodass der Weiterbildungsnachweis unkompliziert dokumentiert ist. Das Angebot eignet sich damit ideal, um über das Jahr hinweg kontinuierlich am Ball zu bleiben – praxisnah, verständlich und direkt anwendbar. Details und das komplette Weiterbildungsangebot finden Sie hier.
Unser Fazit: Financial Lines brauchen Erklärung – und genau dafür sind wir da
Die Roadshow hat deutlich gemacht: Der Bedarf an verständlicher, praxisorientierter Beratung ist groß. Viele Unternehmen wollen nicht „mehr Versicherungen“, sondern passende Lösungen, die echte finanzielle Risiken abdecken – sauber strukturiert, nachvollziehbar erklärt und mit Blick auf den Ernstfall. Genau das ist unser Anspruch bei der Höher Insurance Services GmbH: Wir sind Ihr Ansprechpartner für Financial Lines Versicherungslösungen – von der Risikoanalyse über die Platzierung bis zur Unterstützung im Schadenfall.
Für Versicherungsvermittler (Agenten/Makler): Kooperation ausdrücklich willkommen
Ein besonders schöner Effekt der Roadshow war der intensive Austausch mit Vermittlern. Financial Lines lassen sich erfolgreich vermitteln, wenn Risiken sauber erhoben werden, die Deckung verständlich erklärt werden kann und im Hintergrund ein Partner steht, der Sparte, Markt und Wordings wirklich beherrscht. Versicherungsvermittler (Agenten/Makler) können diese Produktlösungen selbstverständlich vermitteln – und wir sind offen für Kooperationsvereinbarungen, in denen wir Sie fachlich und vertrieblich unterstützen, etwa bei Konzepten, Ausschreibungen, Risikofragen, Schulungen und Placement.
Wiener Neustadt, 12.02.2026
Bildnachweis: envato